| Beschreibung |
Gehört Greifswald zu den eher kleinen Städten Deutschlands, so wird es groß, wenn es um die Forschung geht. Greifswalds Ernst-Moritz-Arndt-Universität genießt einen hervorragenden Ruf, was nicht nur mit den zwei Nobelpreisträgern in Verbindung steht, die einst an dieser Universität wissenschaftlich tätig waren. Die Universität weist darüber hinaus über eine Tradition auf, die im 15. Jahrhundert verwurzelt ist, und gehört daher zu den ältesten Universitäten im Ostseeraum. Besonders aktiv ist die Forschung im Bereich der Naturwissenschaft, was sich in so namhaften Institutionen wie dem Max-Planck-Institut für Plasmaphysik oder dem Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik niederschlägt. Wirtschaflich gesehen, kann sich Greifswald Niederlassungen von Firmen wie der Siemens AG oder der Yachtwerft House Yachts erfreuen, lebt jedoch hauptsächlich vom Tourismus, der wegen der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns blüht und in den letzten Jahren eine stetige Steigerung erfährt.
Das Stadtbild Greifswalds wird von den Bachsteinkirchen geprägt, zu deren Schmuckstücken der Dom St. Nikolai gehört. Zur kulturellen Sehenswürdigkeit wird die Stadt auch durch das Pommersche Museum, wo Exponate der Erd- und Landeskunde Pommerns zu begutachten sind. Das Staunen wird dann noch größer, wenn man unter den Gemälden Bilder des romantikers Caspar David Friedrichs findet, die tausende von Kunstliebhabern in die Stadt ziehen. Greifswald ist vor allem eine Studentenstadt, in die es jährlich junge Leute mit wissenschaftlichen Ambitionen drängt. Das hängt nicht nur mit dem ausgezeichneten Ruf der Universität zusammen, einen Anziehungsfaktar stellen auch die niedrigen Studiengebühren von knapp 50 Euro und die moderaten Lebenshaltungskosten dar. Außerdem bietet Greifswalds Grenze zu Polen, die ideale Möglichkeit, in den Semesterferien einen Ausflug ins Nachbarland zu unternehmen und andere Bräuche und Sitten kennen zu lernen. |