| Beschreibung |
Phantomkopf und Artikulator - so heißen die wichtigsten Übungsmittel für Studenten der Zahnmedizin. Da werden in Propädeutikkursen zur Zahnersatzkunde Kunststoffzähne beschliffen, Provisorien, Kronen und Brücken angefertigt und eingepasst; in der ebenfalls wichtigen Werkstoffkunde geht es um verschiedene Kronen-Materialien. Nebenbei muss ordentlich Theorie gepaukt werden: Im vorklinischen Studienabschnitt von 5 Semestern wird vor allem naturwissenschaftliches, medizinisches und zahnmedizinisches Grundlagenwissen vermittelt. Erst danach - im klinischen Abschnitt - konzentriert sich die Ausbildung auf echte Menschen und die Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten sowie die Regulierung von Zahnstellungsfehlern. Allerdings ist die Studienordnung im Umbruch, um die Praxis an Menschen schon viel früher zu gewährleisten.
Der Stoff ist angesichts von 19 verschiedenen Fächern bis zum 5. Semester und 34 Fächern danach sehr umfangreich. Die Inhalte reichen von Radiologie über innere Medizin bis zur Gesundheitsfürsorge, es warten ein Operationskurs sowie Vorlesungen in Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und zu Hautallergien. Wer am Ende das Staatsexamen bestanden hat, kann seine Approbation beantragen und als Zahnarzt arbeiten. Auch Weiterbildungsmaßnahmen in den Bereichen Oralchirurgie oder Kieferorthopädie sowie ein Aufbaustudium (z.B. Zahnärztliche Funktionsanalyse) sind möglich.
Zahnmediziner in der Praxis Die meisten Absolventen der Zahnmedizin machen sich mit einer eigenen Praxis selbstständig oder arbeiten in einer Gemeinschaftspraxis. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten warten in Krankenhäusern und Kliniken, in Kureinrichtungen oder auch im Sanitätsdienst der Bundeswehr. |