| Beschreibung |
Im Zentrum des Studiums stehen die Eigenschaften, Gewinnung von Rohstoffen bzw. die Herstellung von Werkstoffen und ihren Anwendungsmöglichkeiten. Ziel der Werkstoffwissenschaften und der Materialwissenschaften ist die Entwicklung moderner Materialien mit verbesserten Funktionen, innovativer Kompabilität, niedrigem Energieverbrauch bei der Herstellung und minimaler Umweltbelastung. Zu den Werkstoffen mit denen Studenten in Berührung kommen gehören u.a. Metalle, Halbleiter, Keramik, Glas, Polymere, Gummi sowie diverse Verbundstoffe.
An Universitäten und Technischen Hochschulen sowie an Fachhochschulen kann man Werkstoffwissenschaften bzw. Materialwissenschaften studieren. Je nach Studienabschluss dauert das Studium sechs Semester als Bachelor oder neun bzw. zehn Semester als Diplom. Zuimindest an den Fachhochulen sind Vorpraktika und Praxissemester abzuleisten. Die Werkstoffwissenschaften greifen auf Grundlagen verschiedender Naturwissenschaften und Technikwissenschaften zurück, so dass es zu den Voraussetzungen dieses Studienfaches gehört, ein mathematisch-naturwissenschaftliches und technisches Interesse zu haben. Unterswchieden werden folgende Fachbereiche: Mathematik, Physik, Chemie, physikalische Chemie, Kristallstrukturlehre, Konstruktionslehre, Technische Mechanik und allgemeine Werkstoffwissenschaften. Eng verwandt sind die Werkstoffwissenschaften u.a. mit der Werkstofftechnik einschliesslich der Nanotechnik, mit der Oberflächentechnik, mit der Metallkunde, mit der Kunststofftechnik und mit der Papiertechnik.
Beschäftigungsaussichten im Bereich Werkstoffwissenschaften In der Industrie sind Werkstoffwissenschaftler sowohl in der Forschung und Entwicklung als auch in der Herstellung, im Qualitätsmanagement und im Vertrieb gefragt. Folgende Branchen greifen bspw. auf Werkstoffingenieure zurück: die Verkehrstechnik beim Fahrzeugdesign, die Umwelttechnik, die Energietechnik in Fragen der Solar- und Brennstoffzellen, die Mikroelektronik im Bereich der Sensoren, die Nachrichtentechnik und schliesslich auch die Baustoffindustrie. Darüber hinaus finden Absolventen Beschäftigung bei öffentlichen Prüfstellen, wie der Bundesanstalt für Materialprüfung. |