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Wer gern die Grundlagen, Erscheinungsformen und Entwicklungen des menschlichen Zusammenlebens sowie die Wechselwirkungen sozialer Strukturen erforschen möchte, der ist im Soziologiestudium goldrichtig. Dabei kommen einerseits empirische Untersuchungsmethoden zum Einsatz, d.h. konkrete Zustände sollen möglichst genau durch quantitative Erhebungen erfasst werden. Andererseits ist auch systematisches Vorgehen gefragt, um am Ende allgemein gültige Erkenntnisse und sozialphilosophische Theorien formulieren zu können.
Als benachbarte Wissenschaften sind die Wirtschaftswissenschaft mit ihrem Fach Sozialökonomie, dann die Politikwissenschaft, Philosophie, Psychologie und die Pädagogik zu nennen. Eine Vertiefung in mindestens einem dieser Studienfächer ist sehr zu empfehlen, zudem sind Fremdsprachenkenntnisse und EDV-Anwenderfähigkeiten von Vorteil angesichts späterer Berufschancen.
Berufe für Soziologen Das Berufsfeld für Soziologen ist nicht so klar definiert wie beispielsweise für Mediziner oder Naturwissenschaftler. Die meisten Beschäftigungsmöglichkeiten liegen im Bereich der Markt- und Meinungsforschung, also bei entsprechenden Instituten sowie bei PR-, Medien- und Werbeagenturen. Auch Unternehmen leisten sich Fachleute für statistische und Marktforschungsanalysen. Des Weiteren braucht die öffentliche Verwaltung Soziologen, etwa bei Stadtplanungsämtern, in der Sozialarbeit, Jugendhilfe, im Strafvollzug oder im Gesundheitswesen. Und auch im Bereich der Forschung und Erwachsenenbildung sowie in Hilfsorganisationen und Verbänden warten Jobs. |