| Beschreibung |
Worum geht es im Pharmaziestudium? Hauptsächlich natürlich um Medikamente. Die angehenden Apotheker lernen alles über ihre Beschaffenheit, Wirkung, Herstellung, Prüfung, Entwicklung, Lagerung und Anwendung. Für den Bereich der Entwicklung von Arzneimitteln werden Kenntnisse vermittelt, wie man aus Pflanzen Wirkstoffe gewinnt und anschließend Qualität und Wirkung beurteilt. Mit diesem Wissen sollen die Studenten später in der Lage sein, Kunden kompetent zu beraten, Auskunft über Nebenwirkungen zu geben und auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hinzuweisen.
Das Studium selbst ist stark strukturiert mit vorgegebenen Studenplänen und Anwesenheitspflicht in den meisten Seminaren und Laborübungen - übrigens unabhängig vom Studienort, denn die Lehrpläne sehen fast überall gleich aus. Dass dadurch v.a. die ersten Semester sehr arbeitsintensiv sind - viele Klausuren, viele Laborprotokolle - versteht von selbst, aber die Arbeit zahlt sich schnell aus. Das 4-semestrige Grundstudium, in dem vorwiegend die naturwissenschaftlichen Grundlagen (Chemie, Biologie, Physik, Medizin) vermittelt werden, schließt bereits mit dem 1. Staatsexamen ab. Das anschließende Hauptstudium konzentriert sich dann mehr auf die pharmazeutischen Fachbereiche, es geht um Arzneiformenlehre, Krankheitslehre, Biochemie und Molekularbiologie sowie Toxikologie und Pharmakologie. Abschluss der universitären Ausbildung ist das 2. Staatsexamen, nach dem nun die obligatorische 1-jährige Praxisphase folgt: eine Hälfte in einer Apotheke, die andere entweder in einer Krankenhaus- oder Bundeswehrapotheke, in der Pharmaindustrie oder in einem wissenschaftlichen Institut.
Berufsfelder für Apotheker und Pharmazeuten Die Ein-Mann-Apotheke wird es in Zukunft eher schwer haben, das Berufsbild des Pharmazeuten ist im Wandel und birgt vielfältige neue Möglichkeiten für Studiumsabsolventen. Der traditionelle Apotheker - noch arbeiten 85% der Pharmazeuten in öffentlichen Apotheken - tritt verstärkt als Fallmanager auf: Beratung von chronisch Kranken, Medikamenten-Koordination und Gesundheitsservice, d.h. Ermittlung von Cholesterin- und Zuckerwerten, Vorträge über Ernährung und Gesundheit. Der größte Einsatzbereich außerhalb der Apotheke ist die Pharmaindustrie: Hier arbeiten Pharmazeuten als Herstellungsleiter und in der Qualitätskontrolle, in der Forschung, Entwicklung und Zulassung von Medikamenten. Doch auch in Arzneimittelprüfinstituten und Patentämtern, bei Krankenkassen und Fachverlagen oder in der Ernährungsberatung findet man Pharmazeuten. |