| Beschreibung |
In der Islamwissenschaft geht es primär darum, die Religion des Islams in Bezug auf ihren Einfluss und ihre Ausbreitung in dem Kulturraum von Nordafrika bis Indonesien zu untersuchen. Im Blickfeld liegt dabei die islamische Kultur und Geschichte, islamisches Recht und Literatur des islamischen Orients. Als benachbarte Wissenschaften sind Semitistik, Arabistik, Orientalistik, Jusaistik, Iranistik und Osmanistik.
Einen großen Teil des Studiums nimmt die Auseinandersetzung mit dem Koran ein, was für die Studenten bedeutet, dass sie die arabische Sprache beherrschen müssen. Neben Arabisch gehört der Erwerb einer weiteren islamischen Sprasche, die entweder Persisch oder Türkisch sein kann, zum Inhalt des Studiums dazu. Bezüglich der Beschäftigung mit Kultur, Religion, Literatur, aber auch Politik und Recht taucht der Islamwissenschaftsstudent sowohl in die klassische als auch moderne Periode ein.
Berufsmöglichkeiten für Islamwissenschaftler Berufsmöglichkeiten nach dem Studium der Islamwissenschaft eröffnen sich vor allem im Bildungswesen und in Kultureinrichtungen, wo Islamwissenschaftler über die Eigentümlichkeiten, Besonderheiten und Unterschiede der durch den Islam geprägten Kulturräume informieren. Sie bemühen sich um die Verständigung zwischen den Kulturen, indem sie die Werte des Islams der westlichen Zivilisation näher bringen. Tätig sind Islamwissenschaftler aber auch im Journalismus, weil sie neben den Kenntnissen der islamischen Kultur die dem Westen fern stehende Sprache des Arabischen beherrschen und somit zur Berichterstattung in islamischen Ländern eingesetzt werden können. |